Apulien
Apulien ist die südöstlichste, zwischen „Sporn” und „Stiefelabsatz” gelegene Region der der Appenin-Halbinsel. Das leicht wellige Hügelland und die weit ins Meer ragende felsige Gargano-Halbinsel mit ihren prachtvollen Pinienwäldern, strahlend weißen Kalksteinklippen und dem türkisblauen Wasser sind noch immer ein Geheimtipp für Italienreisende. Im Altertum von den Griechen kolonialisiert und im Mittelalter von Byzantinern, Langobarden, Franken und Sarazenen beherrscht, erlebte Apulien unter den Normannen und Staufern eine Blütezeit der Landwirtschaft, des Handels, und vor allem der Kunst und Kultur. So hat der berühmte Stauferkaiser Friedrich II. ein beeindruckendes architektonisches Erbe hinterlassen, insbesondere das weltbekannte Burgenschloss Castel del Monte, die „Krone Apuliens“. Von den „Zipfelmützenhäusern“ der Trulli in Alberobello und Locorotondo, den griechischen und römischen Monumenten, den imponierenden Burgen und Kirchen im apulisch-romanischen und im normannischen Stil bis zu den üppigen Prachtbauten des Barock in Lecce reicht die Palette der Kunstwerke. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen hier sicherlich die prachtvollen romanischen Kathedralen mit ihrer eindrucksvollen Synthese aus klassisch-antiken, byzantinischen und arabischen Elementen sowie die imposanten Stauferkastelle. Zudem bietet Apulien als eine der größten Weinanbauregionen der Welt mit seinem enormen Reichtum an Oliven-, Mandel-, und Feigenbäumen sowie seiner hervorragenden Meeresküche zahlreiche kulinarische Höhepunkte.