Vortrag: Wilhelmshaven 1945 – die Kapitulation der Stadt und der Neuanfang
Am
21. Mai um
18 Uhr ist Bernd Coldewey zu Gast im Küstenmuseum und berichtet über das Wilhelmshaven von 1945 und die Kapitulation der Stadt sowie ihren Neuanfang.
„Es gibt noch Tausende deutsche Soldaten auf den Straßen Wilhelmshavens; sie sind noch bewaffnet. (…) Aber viele haben sich offensichtlich schon auf den Heimweg gemacht, andere versehen weiterhin ihren Dienst. Manche sehen niedergeschlagen aus, die meisten jedoch fröhlich.“
So beschrieb der britische Captain Thomas am 6. Mai 1945 die Stimmung nach der Übergabe Wilhelmshavens an die britische Besatzungsmacht.
London hatte bereits Monate zuvor die Zerstörung der Stadt beschlossen: Nach der Demontage der Werftanlagen sollten Schleusensprengungen und Deichdurchbrüche Teile der Stadt überfluten. Wilhelmshaven werde nie wieder Werft- oder Hafenstandort sein, erklärte der britische Major Hannery vor dem Stadtrat.
Obwohl die Briten erst 1949 die Hafenanlagen endgültig sprengten, entwickelte sich parallel eine enge Zusammenarbeit mit der eingesetzten Zivilverwaltung. Die Demontage der Werft kostete den Wirtschaftsraum rund 32.000 Arbeitsplätze – ein Vorgang, „wie er niemals vorher in einer Stadt des In- und Auslandes erfolgt ist", so der damalige Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Arthur Grunewald.
Der Vortrag wird organisiert vom Förderverein des Küstenmuseums.
Kosten: 7 €
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Tel.: (04421) 40 09 40
E-Mail:
kuestenmuseum@wilhelmshaven-touristik.de